Jules Vogel beim Hyrox in Wien

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Jules Vogel: Mein Hyrox in Wien

Jules Vogel hat im Zuge ihrer 12 Wochen Zone.Fit Challenge am Hyrox in Wien teilgenommen. Wie sie sich vorbereitet hat und wie es ihr ergangen ist, lest ihr hier. 

 

In den letzten Wochen habe ich nicht nur hart für die Zone.fit Challenge gearbeitet, sondern mich parallel auch für das HYROX vorbereitet. Ende November hieß es dann: Gameday! Wie es mir dabei ergangen ist und was ich für mich mitnehmen konnte, erzähle ich euch heute.

Als Crossfitterin ist es ja quasi das A und O für alle Challenges gewappnet zu sein und sowohl stark, als auch ausdauernd und kardiovaskulär fit zu sein. Es gibt wohl kaum eine bessere Gelegenheit, genau das unter Beweis zu stellen, als bei HYROX. 8km Laufen und ein Workout zwischen jedem Laufkilometer. Die Workouts sind klassische Übungen, die wir aus dem Crossfitbereich kennen: Rudern, Ski Ergo, Sled Push- und Pull, Lunges, Burpee Broad Jumps, Wallballs und Farmers Carry.

Wie ich mich auf Hyrox vorbereitet habe

Mein Coach Chris hat mir gerade in den Wochen zwischen Open und Hyrox viele cardiolastige Metcons aufgegeben und mich sehr oft rudern oder am Ski Erg schwitzen lassen. Obwohl ich selten gelaufen bin, hatte ich dank Crossfit das Gefühl, bereit für das Event zu sein.

Gameday

Nach nur 5 Stunden Schlaf ging es für mich los Richtung Messe Wien – anfangs müde, nach dem Betreten der Halle aber vollgepumpt mit Adrenalin. Um 8:50 startete das Technical Briefing, bei dem nochmal der Ablauf erklärt wurde. In der kurzen Zeit zwischen Technical Briefing und Start blieb Zeit für ein Warm-up, von dem ich mich allerdings so hinreißen ließ, dass ich fast meinen Start verpasste – Hoppla! Als ich es dann endlich geschafft hatte und mit ca. 30 Frauen am Start stand, atmete ich noch einmal tief durch, bereitete mich mental vor und ließ mich auf die Situation ein. Der Moderator schickte uns mit einem euphorischen „Don’t forget to have fun“ ins Rennen ich begann zu laufen.

Pro Laufkilometer musste man 3 Runden absolvieren. Eine Anzeigetafel zwischendrin gab den Hinweis „RUN“ oder „WORKOUT X“. War es Zeit für eines der 8 Workouts lief man in die Station und folgte den Pfeilen zu den richtigen Geräten. Beim Vorbeilaufen konnte man sich Getränke oder Bananen schnappen. Nach Essen war mir gar nicht zumute, aber ich nutzte fast jede Gelegenheit, meinem Körper wieder etwas Flüssigkeit oder Zucker zuzuführen. Workout 1 waren 1000m Ski Ergo – definitiv eine meiner Stärken. Peripher habe ich mitbekommen, dass ich die Station vor vielen wieder verlassen habe, die schon vor mir dagewesen waren –  In dem Moment ein ziemlicher Motivationsschub. Workout 2 und 3 waren meine persönlichen Angstgegner – die Sleds! Ich liebe Sled Pull und Push, komme aber nie dazu, damit zu arbeiten. 

Ich versuchte, den Schlitten beim Push zügig zu bewegen, meinen Kopf abzuschalten und zu pushen. Das Laktat schoss ein, meine Beine waren wie aus Stein, aber ich zwang mich trotzdem weiterzulaufen. Nach dem nächsten Laufkilometer hatten sich die Oberschenkel wieder erholt und ich begab mich zum Sled Pull. Beim ersten Anziehen traf mich die Erkenntnis, dass das eine absolute Qual wird, wie ein Schlag. Der Schlitten bewegte sich so langsam und mühevoll, dass ich kurz dran zweifelte, ihn jemals über die 50m Linie zu bekommen. Mitten in der Competition war ich also dazu gezwungen, meine Technik zu ändern und dieses Gewicht irgendwie in Bewegung zu bringen. Als das geschafft war, hatte ich ein Gefühl von „Jetzt kann mich nichts mehr umhauen!“. Burpee Broad Jumps, Lunges, Rudern und Farmers Carry vergingen wie im Flug und plötzlich war ich schon beim letzten Laufkilometer. Am Ende standen noch 75 Wall-Ball Shots an – das Ziel war schon in Sichtweite. Obwohl meine Oberschenkel brannten, zwang ich mich zu großen Sätzen und sprintete los, als ich nach Wiederholung 75 das „GO“ von meinem Judge bekam. Zufrieden, erschöpft und glücklich lies ich mich auf die Bank im Ziel sacken und versuchte erstmal, wieder Sauerstoff in meinen Körper zu bekommen.

 

Ein unerwarteter Outcome

Nach meinem Finish standen erstmal Duschen und Nahrungsaufnahme auf dem Programm und die Ankündigung, dass bald eine Siegerehrung stattfinden würde, wurde bewusst ignoriert. Als ich später zurück aufs Gelände kam, um die Teams anzufeuern, wurde ich von einer Bekannten angesprochen die meinte „Hey du hast ja sogar was gerissen, oder?“ Verwirrt checkte ich erstmal die Online Ergebnisse und tatsächlich: 3. Platz in der AK 16-24. Glücklicherweise bekam ich trotz verpasster Siegerehrung noch mein Schild. Am nächsten Tag folgte eine weitere Überraschung: ich hatte mich für die World Championship in Berlin qualifiziert. Im April werde ich also erneut an den Start gehen, diesmal gezwungenermaßen in der Pro Division.

Mein Fazit vom Hyrox? Ich hatte großen Spaß, konnte gut an meine Grenzen gehen und meine Fitness austesten. Man hatte während des gesamten Events das Gefühl, Teil einer coolen Community zu sein und ich würde jederzeit wieder antreten.

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