Game Changers Faktencheck- 4 Behauptungen des Films geprüft

Game Changers Wahrheit Fakten Check

Kaum ein Dokumentarfilm der letzten Jahre hat so viel für Aufsehen gesorgt wie „The Game Changers“. Der Film propagiert mit mehr oder weniger wissenschaftlichen Aussagen eine vegane Ernährung. Wir haben die Aussagen des Films mit einem Ernährungswissenschaftler genauer unter die Lupe genommen.
 
Christoph Somma ist Ernährungswissenschaftler und seit 4 Jahren als selbständiger Ernährungsberater. In seinem Gastbeitrag schreibt er über den Film The Game Changers, den Hype drum herum und prüft die Aussagen des Films auf deren Wahrheitsgehalt.
 

The Game Changers – welche Aussagen stimmen, welche nicht?

 
Ein Film wie Game Changers wirft für mich mehr Fragen auf als er beantwortet. Ich werde aber versuchen so gut wie möglich auf alle Fakten einzugehen. Um eines vorweg zu nehmen: wer denkt, dass ich für eine Seite Stellung beziehen werden, der sollte hier aufhören zu lesen. Ich möchte mit diesem Artikel keine Extreme befeuern, weder auf der PRO VEGAN noch auf der PRO MEAT Seite, es geht mir um die Aufklärung und Gegenüberstellung von Fakten und jeder soll frei entscheiden, wie er oder sie mit diesen Informationen umgehen möchte.
 

Meme XFaktor

In erster Linie handelt es sich bei dem Film The Game Changers um eine vegane Mainstream-Doku. Ist das etwas Schlechtes? Nein, wenn man den Kontext nicht missversteht. Leider führen verschiedene Behauptungen in diesem Film dazu, dass Ängste geschürt werden und viele Tatsachen so dargestellt werden, dass sie in einem übertriebenen Maße die pflanzenbasierte Ernährung verherrlichen. Trotzdem hat er auch einen sehr positiven Effekt, wenn man die provokanten, übertriebenen Aussagen beiseite lässt. Er bringt viele Menschen dazu, mehr über ihre Lebensmittelauswahl nachzudenken und dieser Effekt führt zu einer generell gesünderen und ausgewogeneren Ernährung. Ich möchte hier auch von meiner Seite keine Behauptungen aufstellen, ohne meine Worte zu belegen.
 

Behauptung Nr. 1: Die Tiervergleiche

 
Drei konkrete Beispiele wurden hier im Film aufgegriffen:
 
Hast du einen Ochsen schon jemals Fleisch essen gesehen? = Ich esse wie ein Ochse, also bin ich auch stark wie einer!
 
Dieser Tiervergleich hinkt leider schon an die biologischen Grundlagen. Wir alle haben bereits in der Schule gelernt, dass ein Rind vier Mägen besitzt und die Verdauung von Gräsern, Kräutern und Heu im Winter (bei biologisch und nachhaltig betriebener Tierhaltung) ein sehr komplexer Prozess ist, durch diesen das Tier möglichst viel Energie und wertvolle Nährstoffe erhält. Auf diese Fakten wird aber im Film komplett verzichtet und das nagt an der Glaubwürdigkeit.

 
Raubtiere wie Löwen haben einen kürzeren Verdauungstrakt als Menschen, weil sie nur Fleisch Verdauen müssen. Wenn wir auf Fleisch angewiesen wären, hätten wir einen genauso kurzen Verdauungstrakt.
 
Diese Aussage ist nicht falsch, jedoch naheliegend. Denn Löwen bzw. andere Raubtiere sind nur von Fleisch abhängig. Das ist aber nicht der Fall bei uns Menschen. Wir sind keine Carnivore sondern Omnivore. Unser Verdauungstrakt ist nicht so komplex wie jener von Wiederkäuern, aber auch nicht so kurz wie der von Fleischfressern. Wir haben das Glück, entscheiden zu können, woher unsere Nährstoffe kommen, da unser Körper fast alles gut verdauen kann. Somit sind wir flexibler, um uns auf Nahrungsknappheit einzustellen und unsere Energie aus vielen Ressourcen zu erhalten. Das hat unser Überleben gesichert, – wir waren nicht darauf angewiesen so oft wie möglich ein Tier zu erlegen und konnten auch lange Zeit von Beeren, Samen, Nüssen und wildem Getreide leben. Auf den Verdauungstrakt des Löwen wird im Film viel Zeit verwendet, wobei der des Ochsen keine Erwähnung erhält.
 
Gorillas werden aufgrund ihrer massiven, muskulösen Körper und ihrer Kraft im Film an vielen Stellen zum Vergleich herangezogen.
 
Gorillas essen den ganzen Tag über, um ihre Körpermasse zu erhalten. Sie essen viel Obst und einen sehr hohen Anteil an Ballaststoffen aus Blättern. Ihre Eiweißaufnahme wird aber auch durch einen kleinen Anteil an Insekten und Larven adaptieren, welche sie mit den Pflanzen konsumieren. Daher liegt die Eiweißaufnahme von Gorillas deutlich in einem Bereich von 19-30 % des gesamten Tagesbedarfs. Gorillas essen am Tag ungefähr 18-23 kg an Früchten und anderer Vegetation. Das würde bedeuten, um hier einen Vergleich zum Menschen zu ziehen, müsste dieser in Bezug auf sein Körpergewicht 10-12 kg Früchte und Gemüse pro Tag essen. 1,2

 

Behauptung Nr. 2: Eiweiß im Ausdauersport

 
Kohlenhydrate und Fettsäuren sind die wichtigsten Energiesubstrate für Ausdauersportler. Der Bedarf an Aminosäuren über Eiweiß ist demnach nicht ganz so hoch wie bei Kraftsportlern, aber dennoch ein wichtiger Faktor für die Energiebereitstellung bei längeren Ausdauereinheiten, hier können bis zu 10 % der Energie aus Eiweiß kommen, wenn die Glykogenspeicher erschöpft sind. Dass Ausdauersportler mit vegetarischer bzw. auch veganer Ernährung gute Ergebnisse erzielen ist daher nur logisch. Es ist nicht unbedingt Fleisch notwendig, um den Körper mit genügend Eiweiß zu versorgen und die Regeneration zu fördern. Außerdem sind Hülsenfrüchte komplexe Lebensmittel, die sowohl Eiweiß, Kohlenhydrate als auch viele Vitamine und Mineralstoffe liefern, daher sollten diese in jeder Ernährung ihren Platz haben. Trotzdem werden manche Ausdauersportler nicht um die Zufuhr essentieller verzweigtkettiger Aminosäuren (allem voran Leucin) herumkommen, eventuell über Supplemente, um den geringeren Anteil dieser Aminosäuren in pflanzlichen Lebensmitteln auszugleichen. Warum eventuell? Weil sich gezeigt hat, dass bei einer sehr hohen Zufuhr von Kohlenhydraten nach der Belastung der Effekt von Leucin für eine schnellere Auffüllung der Kohlenhydratspeicher vernachlässigbar ist.3 Dies führt mich gleich zu der nächsten Behauptung.
 

Behauptung Nr. 3: Eiweißqualität und -dichte

 
Wann spricht man von Eiweiß einer hohen Qualität? Wenn alle essentiellen Aminosäuren in ausreichender Menge enthalten sind. Laut den Aussagen im Film enthalten 100 g von verschiedenen Lebensmitteln ähnlich hohe Mengen an Eiweiß. Konkret werden hier Linsen mit einem Erdnussbuttersandwich und einem Hühnerfilet verglichen. Das Erdnussbuttersandwich ist wohl das skurrilste Beispiel, da auf einem Erdnussbuttersandwich nur rund 20-25 g Erdnussbutter sind, welche eben nur 7-8 g Eiweiß enthalten. Gehen wir aber hier mal davon aus, dass es sich um 100 g Erdnussbutter handelt, diese enthält genau wie rote Linsen und ein Hühnerfilet zwischen 23-29 g Eiweiß auf 100 g. Hier wurde also nichts Falsches behauptet, aber wie immer geht es um den Kontext. Die Zusammensetzung von einem Protein ist, wie schon oben erwähnt, abhängig von den darin enthaltenen Aminosäuren. Im Film wird behauptet, dass alle essentiellen Aminosäuren auch in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten sind. Das stimmt, nur nicht in ausreichender Menge. Es gibt immer eine oder mehrere sogenannte limitierende Aminosäuren. Das sind jene Aminosäuren, von denen zwar ein kleiner Bestandteil in einem Lebensmittel vorhanden ist, dieser ist aber so gering, dass er die Aufnahmequalität und -geschwindigkeit des ganzen Proteins beeinflusst und somit zu einer schlechteren Verfügbarkeit und Umwandlung in körpereigenes Eiweiß führt, was durch die biologische Wertigkeit definiert wird. Hülsenfrüchte sind hier zwar schon nahe an der Aufnahme-Qualität von tierischen Produkten dran, um eine optimale Aufnahme zu gewährleisten, ist aber eine Kombination von pflanzlichen Lebensmitteln mit unterschiedlichem Anteil an limitierenden Aminosäuren notwendig z.B.: Hülsenfrüchte und Getreide. Eine rein vegane Ernährung bringt also besonders im Sportbereich mehr Herausforderungen bzw. mehr Komplexität mit sich und kommt oft auch um die Supplementation von anderen Mikronährstoffen wie Vitamin B12, Zink und Eisen nicht herum wobei es hier auch bei Fleischessern zu einem Mangel kommen kann.

Nun kommen wir zur Eiweißdichte. Dicht an Eiweiß bedeutet eine möglichst hohe Eiweißausbeute an der Gesamtenergie eines Lebensmittels. Hier sind natürlich pflanzliche Lebensmittel wesentlich im Nachteil. Während Hühnerfleisch pro 100 kcal ca. 20-25 g Eiweiß liefert, liefern rote Linsen nur ca. 7,5 g Eiweiß pro 100 kcal und Erdnussbutter liefert pro 100 kcal überhaupt nur 4,8 g Eiweiß. Im Hobbysport, aber auch in Sportarten mit Gewichtsklassen darf man diesen Faktor nicht außer Acht lassen, wenn man über Gewichtsverlust spricht, da hier die Aufnahme der gesamten Kalorien eine große Rolle für das Körpergewicht spielt.

 

Behauptung Nr. 4: Entzündungsförderung durch Milchprodukte

 
Die höheren Entzündungswerte durch den Konsum von Milchprodukten werden im Film sehr stark in den Vordergrund gestellt. Dass Milchprodukte aber keinen Effekt auf die erhöhten Entzündungswerte haben, wird in einer großen Übersichtsarbeit von 2017 gezeigt4. Die Validität dieser Arbeit ist sehr hoch, da sie eine große Anzahl an bereits durchgeführten Studien vergleicht und zu folgendem Schluss kommt:
 

  • Fermentierte Produkte zeigten eine Senkung der Entzündungswerte.
  • Personen mit Stoffwechselstörungen profitieren noch mehr vom Konsum von Milchprodukten als andere.
  • Wo kein entzündungshemmender Effekt gefunden wurde, war der Effekt neutral.
  • Personen mit Milcheiweißallergie zeigten erhöhte Entzündungswerte an (was aber logisch ist).

 
Zudem kommt noch hinzu, dass sich ein normaler Konsum von Milchprodukten – laut aktueller Studienlage – auch bei anderen Gesundheitsproblemen positiv auswirkt wie z.B. Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen, Risiko auf Typ 2 Diabetes und kardiovaskuläre Erkrankungen. 5

Einem normaler bis moderater Konsum von Milchprodukten, ohne dass Unverträglichkeiten vorliegen, steht aus rein gesundheitlicher Sicht also nichts im Wege. Zusätzlich ist noch anzumerken, dass es verschiedene andere Gründe für hohe Entzündungswerde im Körper gibt, die nicht mit der Ernährung zu tun haben.

Schlafmangel, zu hohes Trainingsvolumen und zu kurze Erholungszeit, psychischer Stress am Arbeitsplatz oder in der Familie. Viele dieser Faktoren treten meist gemeinsam auf und können dann auch durch eine rein pflanzliche Ernährung oft nicht abgefedert werden. Hier bedarf es eines generellen Umdenkens in Bezug auf den eigenen Lebensstil.
 

 

Man darf die Kernaussage des Films nicht fehlinterpretieren

 
The Game Changers richtet sich eindeutig an eine junge, sportliche und wie so oft hauptsächlich männliche Zielgruppe. Und das ist gut so. Denn genau diese Zielgruppe ist jene, die zum Überkonsum von tierischen Produkten neigt, und ein Umdenken in diesem Sektor ist dringend notwendig. Was auffällt, ist die Darstellung: Wenn von dem Umstieg auf eine pflanzliche Ernährung und deren Leistungsverbesserung gesprochen wird, dann wird meist komplett außer Acht gelassen, wie sich die Sportler vorher ernährt haben. Jede einzelne Person wird einen Fortschritt machen, wenn sie von einer einseitigen Ernährung mit vielen verarbeiteten tierischen, aber auch pflanzlichen Produkten sowie wenig Obst und Gemüse auf eine ausgewogenere Kost auf Pflanzenbasis umsteigt.

Doch diese Veränderung kann man auch deutlich erkennen, wenn man trotz einem Anteil an tierischen Produkten (wenig verarbeitet oder unverarbeitet) generell verarbeitete Produkte (tierisch wie pflanzlich) weglässt, den Gemüse- und Obstanteil sowie den Anteil an generell unverarbeiteten pflanzlichen Produkten erhöht. Es gibt hier nicht „die EINE“ Wahrheit.
 

Der Kernaussage muss also hier folgende sein:

 

  • Jeder sollte versuchen weniger tierische Produkte zu konsumieren, vor allem solche, die stark verarbeitet sind.
  • Man sollte den Anteil an tierischen Produkten zugunsten pflanzlicher Produkte minimieren, muss aber tierische Produkte nicht komplett aus seinem Alltag streichen.
  • Es sollten jeden Tag Hülsenfrüchte und hochwertiges Getreide konsumiert werden. In Kombination mit Obst und Gemüse erhält man so genügend Vitamine und Mineralstoffe, die man ansonsten supplementieren müsste.

 
All diese Dinge sind schon lange bekannt. Moderater Konsum von tierischen Produkten stellt nie ein Problem da und das ist auch seit Langem belegt. Achtet man auf die klassische Ernährungspyramide, die es schon seit vielen Jahrzenten gibt, dann sieht man auf den ersten Blick welche Lebensmittel hier im Vordergrund stehen:

Ganz unten auf der Ernährungspyramide finden sich Flüssigkeiten wie Wasser und Tee. Doch gleich darauf folgen Obst und Gemüse und dann schon Hülsenfrüchte und Getreide. Erst später kommen wir zu Fleisch, Fisch und Milchprodukten. Auch hier zeigt sich eindeutig eine Präferenz für pflanzliche Lebensmittel.

Wenn wir die Mahlzeiten einer Woche bestehend aus Frühstück, Mittag- und Abendessen betrachten, haben wir in Summe 21 Mahlzeiten. Wenn Fleischesser es schaffen würden, die empfohlenen 1-2 Portionen Fleisch und eine Portion Fisch zu essen, dann würde es weniger gesundheitliche und ökologische Probleme geben, dafür lege ich meine Hand ins Feuer.

Dabei muss man natürlich auch die Qualität berücksichtigen. Die Fütterung von Tieren, der Verzicht auf Kraftfutter und der gezielte, geringe Einsatz von Antibiotika in Kombination mit einer guten Tierhaltung spielen eine genauso große Rolle wie die Bodenbeschaffenheit beim Anbau von Getreide, Obst und Gemüse sowie der Einsatz von Pflanzenschutzmittel und die Nachbehandlung von Hülsenfrüchten. Aber um dieses Thema zu behandeln, müsste man ein ganzes Buch schreiben, dafür ist hier nicht genügend Platz.

Die Umstellung auf eine rein pflanzliche Ernährung reicht oft nicht aus. Es kommt auch darauf an, wie man diese durchführt. Hier finde ich das im Film gezeigte Beispiel mit der Footballmannschaft sehr fragwürdig. Zwar essen die Spieler kein Fleisch mehr, aber frittiertes Huhn durch frittierten Fleischersatz auszutauschen und anstelle von Makkaroni mit richtigem Käse einfach Makkaroni mit Cashewkäse zu verwenden, verändert die einseitige Zusammensetzung der Mahlzeiten nicht. Das bedeutet, auch wenn ich vegan oder vegetarisch lebe, sollte ich, wie schon oft erwähnt, auf stark verarbeitete Lebensmittel verzichten. Wenn ich kein Beef Jerky mehr essen möchte und es durch Kichererbsenchips austausche, heißt das nicht, dass die pflanzliche Alternative automatisch ein sinnvolleres Lebensmittel ist. Das spielt vor allem eine Rolle, wenn wir über das Beispiel im Film nachdenken. Dabei ging um die Verstopfung unserer Blutgefäße, gezeigt anhand von Feuerwehrmännern, die sich 7 Tage lang pflanzlich ernährten. Wieder einmal geht es darum, welche stark verarbeiteten Lebensmittel diese vorher konsumiert haben. Denn für die Verstopfung der Blutgefäße spielt die Kombination von Zucker, Fett bzw. Triglyceride und Cholesterin sowie viel Salz eine große Rolle. Diese Kombination findet sich aber nicht nur in tierischen, sondern auch in verarbeiteten pflanzlichen Produkten.

Im Film wird es so dargestellt, als wäre es innerhalb kürzester Zeit möglich, eine arterielle Verstopfung und dadurch ein höheres Risiko für Herzinfarkte nur durch pflanzliche Ernährung quasi zur Gänze umzukehren. Es spielen hier aber so viele genetische und körperliche Co-Faktoren eine Rolle, dass diese Aussage ohne eine individuelle Beratung der einzelnen Person wenig hilfreich ist. Eine Ernährung mit hohem Anteil an rein pflanzlichen, unverarbeiteten Lebensmitteln wird immer einen positiven Effekt auf die Blutwerte haben, dass sich arterielle Verstopfungen komplett rückgängig machen lassen ist aber zu bezweifeln.6
 

Fazit: mache deine eigenen Erfahrungen!

 
Der Film soll natürlich die Menschen wachrütteln. Und das tut er auch. Wenn auch mit sehr übertriebenen Mitteln und oft etwas fragwürdigen Behauptungen. Ganz besonders wichtig finde ich im Film aber den Teil, der zeigt was unkontrollierte Massentierhaltung und der Ausbau immer größerer Weideflächen für unsere Umwelt bedeuten. Das sollte uns Sorgen bereiten und alleine aus diesem Grund sollte man weniger tierische Produkte konsumieren. Fleischessen dann gleich mit Rauchen zu vergleichen ist  aber sehr übertrieben. Mit Rauchen wurde aber schon vieles in unserer Ernährung verglichen z.B. hoher Zuckerkonsum, hoher Fettkonsum und Sitzen usw.

Alles in allem kann man sagen, wer gesund leben möchte, egal ob Sportler oder nicht, der muss grundsätzliche Dinge beachten:
 

  1. Weniger gezuckerte Getränke oder Energiedrinks verwenden und viel Wasser trinken
  2. Mehr Obst und Gemüse konsumieren
  3. Täglich hochwertiges Getreide und Hülsenfrüchte zu sich nehmen
  4. Tierische Produkte in Maßen statt in Massen konsumieren
  5. Stark verarbeitete tierische und pflanzliche Produkte vermeiden
  6. Überwiegend pflanzliche Fette anstelle von tierischen Fetten verwenden

 
Wenn man das alles schrittweise in den Alltag integriert, wird es sich stark auf die Gesundheit auswirken. Wie Arnold Schwarzenegger schon am Ende des Films gesagt hat: Man kann viele Menschen nicht zu einem drastischen Umstieg zwingen, dann werden sie es erst recht nicht machen. Aber zu versuchen, einmal in der Woche einen fleischfreien (vegetarischen) Tag einzubauen oder auch mal einen komplett veganen Tag einzulegen ist schon mal ein guter Anfang.

Für den Abschluss möchte ich noch gerne das Zitat von Bruce Lee verwenden, da es für jeden einen wichtigen Input liefert und sich sowohl auf die Ernährung, als auch auf den ganzen Lebensstil übertragen lässt:

„Nimm deine eigene Erfahrung als Basis. Wende an, was nützlich ist, lass alles Unnütze weg, füge deine eigene Note hinzu.“

 

Über Christoph Somma:

 
christoph sommer ernährungscoach

  • MSC Sport & Ernährung – in Ausbildung seit 2015 (DONAU UNI KREMS)
  • Sc. Ernährungswissenschaften (UNI WIEN)

 
Christoph ist seit 4 Jahren als Ernährungsberater selbstständig. Er arbeit mit vielen Profi- und Hobbysportlern und greift so auf eine weitreichende Expertise zurück. Mittlerweile stehen über 200 private Kundenberatungen zu Buche. Seit 9 Jahren ist er darüber hinaus Betreuer in einem Camp für übergewichtige Kinder. Seit 6 Jahren hat er die Leitung dieser Camps inne.

Mehr Infos: www.schwermotiviert.com

 
 
 
 
Zitierte Studien/ Quellen:

(1)          Rothman, J. M.; Raubenheimer, D.; Chapman, C. A. Nutritional Geometry: Gorillas Prioritize Non-Protein Energy While Consuming Surplus Protein. Biol. Lett. 2011, 7 (6), 847–849. https://doi.org/10.1098/rsbl.2011.0321.

(2)          Popovich, D. G.; Jenkins, D. J. A.; Kendall, C. W. C.; Dierenfeld, E. S.; Carroll, R. W.; Tariq, N.; Vidgen, E. The Western Lowland Gorilla Diet Has Implications for the Health of Humans and Other Hominoids. J. Nutr. 1997, 127 (10), 2000–2005. https://doi.org/10.1093/jn/127.10.2000.

(3)          Lehrbuch der Sporternährung: das wissenschaftlich fundierte Kompendium zur Ernährung im Sport, 1. Auflage.; Lamprecht, M., Holasek, S., Konrad, M., Seebauer, W., Hiller-Baumgartner, D., Österreichische Gesellschaft für Sporternährung, Eds.; CLAX Fachverlag: Graz, 2017.

(4)          Bordoni, A.; Danesi, F.; Dardevet, D.; Dupont, D.; Fernandez, A. S.; Gille, D.; Nunes dos Santos, C.; Pinto, P.; Re, R.; Rémond, D.; et al. Dairy Products and Inflammation: A Review of the Clinical Evidence. Crit. Rev. Food Sci. Nutr. 2017, 57 (12), 2497–2525. https://doi.org/10.1080/10408398.2014.967385.

(5)          Thorning, T. K.; Raben, A.; Tholstrup, T.; Soedamah-Muthu, S. S.; Givens, I.; Astrup, A. Milk and Dairy Products: Good or Bad for Human Health? An Assessment of the Totality of Scientific Evidence. Food Nutr. Res. 2016, 60 (1), 32527. https://doi.org/10.3402/fnr.v60.32527.

(6)          Zong, G.; Li, Y.; Sampson, L.; Dougherty, L. W.; Willett, W. C.; Wanders, A. J.; Alssema, M.; Zock, P. L.; Hu, F. B.; Sun, Q. Monounsaturated Fats from Plant and Animal Sources in Relation to Risk of Coronary Heart Disease among US Men and Women. Am. J. Clin. Nutr. 2018, 107 (3), 445–453. https://doi.org/10.1093/ajcn/nqx004.

 

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