CrossFit Open 2022 Recap

CrossFit Open 2022 Recap

crossfit open 2022 recap member crossfit viertel zwei

Sophie, Thomas und Michael sind Member in unseren Studios. Alle drei haben dieses Jahr an den CrossFit Open 2022 teilgenommen. Hier schildern sie ihre Erlebnisse und geben Tipps für alle, die einmal an den CrossFit Open teilnehmen wollen.

 

 

1.) Was hat dich dazu motiviert, bei den CF Open teilzunehmen?

Sophie: Es ist meine zweite CF Open Teilnahme. Davor hab ich mich nicht getraut, weil ich vor 4 Jahren wirklich bei null angefangen hab und bissi pummelig war 🙂 Ich war das klassische Cardio-Girl, das Angst vor Muskeln hatte und einfach nur dünn sein wollte. Ich kann mich noch gut an meine erste CF Stunde bei Thomas erinnern, aus der ich rausgekrochen bin und mich 4 Tage kaum aufs Häusl setzen konnte. Und da wusste ich: Challenge accepted.

Thomas: Meine größte Motivation ist, jedes Jahr meine Fitness im Open Format zu testen. Es ist jedes Jahr aufs Neue ein kleiner Nervenkitzel, weil nie klar ist, welches Workout mit welchen Movements kommt. 

Michael: Mir macht das CrossFit Training super viel Spaß, vor allem die Gruppenstunden sind ein Wahnsinn – aber irgendwann kommt der Punkt, an dem man gern wissen möchte, wo man im Vergleich zu anderen steht. Genau da bieten sich in diesem Sport die Open natürlich perfekt an. Ich muss gestehen, dass ich da noch nicht wusste, wie unfassbar cool die CrossFit Community im Arch ist. Würdest du mir die Frage zu den CFOpen 2023 stellen, wäre meine Antwort ganz klar: „Wegen der Stimmung, der Community und dem Spaß, den es macht und der Vergleich mit anderen wäre nebensächlich.“

 

2.) Was waren deine Erwartungen an die Open? Was hat sich bewahrheitet / was war anders?

Sophie: Ich hatte eigentlich nicht viele Erwartung. Ich war mir allerdings ziemlich sicher, dass ich „eh nix zamkrieg“. Aber dann konnte ich sogar zwei Workouts RX machen und war so unfassbar stolz. Ich hab meinen ersten T2b gemacht im 21.3 und dann 26 weitere. Letztes Jahr war ja Lockdown, deswegen nochmal ein bissl spezieller. Mit den Wall Walks aus 21.1 hatte ich eine Rechnung offen. 

Thomas: Meine Erwartung war, in diesen 3 Wochen wieder an meine Grenzen zu gehen. Außerdem wollte ich mich für die Age-Group Quarter Finals qualifizieren. Da die Equipmentliste für die Open nicht mehr so prall gefüllt ist, haben sich die Workouts – zu früheren Open – doch deutlich geändert. Liegt wohl auch daran, dass es nur noch 3 Wochen sind und danach die Quarter Finals anstehen. So haben mehr Menschen die Möglichkeit, alle 3 Workouts zu absolvieren, ohne zu scalen. 

Michael: Es hat mich durchaus überrascht, dass wir heuer drei doch sehr ähnliche Workouts bekommen haben  – zwar nicht in Bezug auf die Movements aber in Bezug auf die Art des Workouts. Das hat sich dann auch am Leaderboard widergespiegelt. Bei 22.1, 22.2 und 22.3 ging es meiner Ansicht nach darum, gut zu pacen und möglichst lange auf 80% zu fahren. Komplexe Lifts, Barbell Cycles oder originell strukturierte Workouts wie zb 21.3 & 21.4 gab es heuer gar nicht. Ich frage mich, ob das noch Dave’s Workouts waren oder ob da jemand anderes die Finger im Spiel hatte.

Aja, was man mit Sicherheit sagen kann: Wall Walks are here to stay

Foto: Stefan Csáky

3.) Wie hast du dich auf die diesjährigen Open vorbereitet?

Sophie: Sobald die Open vorbei waren, hab ich Felix gesagt „Wir machen ab jetzt volle Attacke CrossFit“. Mein Ziel war, irgendwann alles RX machen zu können. Ja und dann haben wir angefangen, direkt daran zu arbeiten und es war nicht immer leicht, weil man halt 99% der Zeit an den Schwächen arbeitet. 

Aber trotzdem SO cool, weil wie geil isses, wenn man Dank den Open seinen 1. t2b macht, die ersten Pull Ups, sich bei den Lifts steigert, Double Unders lernt. Einfach nur geil und man hat einfach ein gewisses Datum und ein Ziel vor Augen. Das gibt so viel Drive und Motivation sich jede Woche abschuften im Gym. 

Thomas: Marlene Fleck (mein Coach) hat mich auf die CrossFit Open gezielt vorbereitet. Sie schreibt meinen Trainingsplan. Außerdem trainiere ich olympisches Gewichtheben bei Coach Klaus Steger. Glücklicherweise, überschneiden sich die beiden Pläne nicht, sodass sich doch beides relativ gut ausgeht. Marlene und ich arbeiten nun schon knapp zwei Jahre zusammen. Dank ihr, bin ich auch während der Lockdowns halbwegs fit geblieben 😉

Michael: Ich wollte mir schon länger gezielten support durch einen Coach holen. Ich finde das Großartige an CrossFit ist die unfassbar weite Bandbreite die der Sport abdeckt, auf der anderen Seite kann man sich bei all den Möglichkeiten aber auch sehr einfach verlieren. Und nachdem ich gemerkt habe, dass ich abseits der geführten Gruppenstunde oft ein bisschen lost war, wenn ich alleine trainiert habe, habe ich mich dazu entschieden, mir gezielte Unterstützung von einer Trainerin im Arch (Karin Grafenauer) zu holen. Das war ca. 8 Wochen bevor die Open begonnen haben und diese Zeit haben wir dann als Vorbereitung für die OPEN genutzt. Ich habe jede Woche einen maßgeschneiderten Plan von ihr bekommen und zusätzlich haben wir jedes OPEN Workout gleich nach dem Announcement durchbesprochen. Im Nachhinein betrachtet würde ich es genauso wieder machen. Ich habe mit Karin einen absoluten Glücksgriff gemacht!

 

4.) Was war dein Lieblings-Workout?

Sophie: Wall Walks 😉

Thomas: Mein Lieblingsworkout war 22.3, da ich Bar Muscle Ups liebe. Aber meine beste Performance hatte ich bei 22.2. 

Michael: 2021 war es mein persönliches CrossFit Ziel, die gängigsten Movements zu lernen – das inkludiert Double Unders und BMUs. Da war ich dann unfassbar happy, als sie genau diese Movements für 22.3 announced haben. Es hat sich im Nachhinein herausgestellt, dass an den beiden Movements die meisten gescheitert sind bzw. dass viele auch deutlich fittere Athleten aufgrund dessen auf scaled oder foundations wechseln mussten. Ich muss gestehen, dass ich vor 22.3 sehr nervös war, weil ich unbedingt zumindest einen BMU schaffen wollte. Danach war ich dann natürlich umso glücklicher, dass ich das tatsächlich geschafft habe und sich das stundenlange Üben und der damit verbundene Frust ausgezahlt hat. Es war schon sehr cool die OPEN so beenden zu können.

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5.) Was war das schwierigste / grauenhafteste Workout für dich?

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Michael: Ich merke bei mir sehr deutlich, dass mir Skill-lastige Bewegungen viel mehr liegen als Strenght-lastige. Heißt konkret: es macht mir mehr Spaß, Gymnastics zu lernen als Kraft aufzubauen und das habe ich vor allem bei 22.2 gemerkt bzw. habe ich entsprechend agiert. 100 Deadlifts mit 102kg ist ein Volumen das klar außerhalb meiner Komfortzone liegt. Ich habe bei dem Workout gemeinsam mit meiner Trainerin entschieden, auf scaled zu wechseln. Auch wenn mir die Entscheidung schwer gefallen ist, bin ich im Nachhinein froh, es so gemacht zu haben. Ich konnte bei der scaled Variante des Workouts (63kg DLs) von Anfang bis Ende Vollgas geben. Das hat sich nicht nur gut angefühlt, sondern war auch für meinen Rücken und die darauffolgende Trainingswoche deutlich besser.

Thomas: Am schwierigsten waren die heavy Thrusters bei 22.3 – Die haben mir bestimmt 1-2 Lebensjahre gekostet. Naja – Wall Walks und ich, werden wohl auch keine Freunde mehr 😉

 

6.) Was waren deine „Takeaways“?

 

Sophie: Als die Wall Walks wieder im 22.1 Workout kamen, hatte SO Angst. Aber ich wollte unbedingt RX machen und hab mir gedacht: „Es geht nicht um Punkte oder sonstiges, es geht mir nur darum EINEN WW zu schaffen.“ Und ich glaube darum geht es bei den Open auch – nicht der Score, sondern dich selbst zu challengen und stolz zu machen. Und das hab ich: Ich hab ganze SIEBEN geschafft und damit waren für mich persönlich die Open schon gewonnen. Als dann 22.2 mit Deadlifts kam, war ich sowieso komplett hyped. 70kg ist viel, aber ich bin sehr stark in Deadlifts. Und ja, 22.3 war wieder eine Challenge, weil ich bisher vllt. 5 Kipping Pull Ups konnte. Und im 22.3 hab ich einfach 21 gemacht, plus die Double Unders UND die schweren Thrusters. Also ich war komplett am Ende, aber so unfassbar hyped. Und alle feuern dich an und glauben an dich und du bist komplett happy und hast dich übertroffen und Dinge geschafft, die du nie für möglich gehalten hast und all deine Arbeit 1 Jahr lang hat sich ausgezahlt. Es ist so viel mehr als einfach nur CrossFit.

Michael: Ein zusätzlich Ziel für mich war mit einer toller Erinnerung aus den OPEN rauszugehen. Deswegen habe ich mitgefilmt, mit dem Ziel, zu jedem Workout auch cooles Video zu machen. Das wurde dann allerdings stressiger, als man glauben möchte: Aufwärmen, Judgen, selber das Workout machen und dann auch noch gutes Bildmaterial aufnehmen ist herausfordernder als ich es mir gedacht habe – das würde ich nächstes Jahr besser timen wollen. Ein zweiter Punkt, bei dem ich nach wie vor oft unsicher bin, ist das Thema Ernährung bzw. wann esse ich am besten rund um ein Workout. Das hat heuer dazu geführt, dass ich bei 22.2 ziemlich Bauchweh bekommen haben bei all den Burpees – da muss ich noch besser werden.

Thomas: Weiter an den eigenen Schwächen arbeiten, stärker werden und in Gymnastic Workouts ökonomischer arbeiten. 

7.) Was war dein persönliches Highlight der diesjährigen Open?

Sophie: Das Highlight ist einfach der Vibe, der entsteht. Jeder wächst über sich hinaus wächst und jeder supportet und feuert andere an – und selbst wenn man was nicht schafft, ist es egal, weil man sich so geliebt fühlt.

Thomas: Mein Highlight war die Möglichkeit jeden Samstag im Triller eines der Open Workouts vor Publikum bestreiten zu dürfen. Weil wir endlich wieder als CrossFit Community zusammengekommen sind und so auch der Spaß im Vordergrund stand. So waren heuer auch Members aus dem Arch oder der dem Viertel Zwei am Start.  

Michael: In den Gruppenstunden spürt man wirklich oft den Teamgedanken in einem Workout. Das ist mit der Grund, warum ich so gerne in die Stunden gehe. Es ist allerdings NICHTS im Vergleich zu den OPEN. Die Stimmung im Arch bei den Workouts war einfach jedes Mal bei jedem Athleten absolut wild. Und das coolste war, dass es keine Rolle gespielt hat, wer das Workout gerade gemacht hat, oder wie fit der oder die war. Wenn sich jemand entschieden hat, bei den OPEN mitzumachen und wir gesehen haben, dass er/sie alles gibt was in ihr/ihm steckt dann wurde angefeuert, als gäbe es kein Morgen und es war komplett egal, ob man 15 Bar Muscle ups oder seinen ersten Klimmzug gemacht hat. Das war absolutes Gänsehautfeeling vom ersten bis zum letzten Athleten.

 

8.) Was würdest du anderen, die das erste mal teilnehmen wollen mit auf dem Weg geben?

Sophie: Ich denke, man muss die Open aus den richtigen Gründen machen. Das 1. Mal ist irgendwie noch entspannt, weil man keine Referenz hat… die 2. Teilnahme ist dann schon mehr ein Mindfuck, weil man natürlich besser sein möchte, außer man hat nicht daran gearbeitet, besser zu sein. Man muss sich immer vor Augen halten, dass es um nix geht. Keiner von uns (außer Vanessa und paar unserer Trainer) wird wirklich weiter als Nummer 49.398 weltweit sein und das ist ok. Wir arbeiten, wir haben Kinder, Verpflichtungen, sind älter, haben Wehwehchen und sind keine Top-Athleten. Wir machen das aus Spaß und um zu wissen wo wir vielleicht im Training stehen. Also: Realistisch bleiben, es mit den richtigen Leuten/ Freunden machen und Spaß haben. 

Thomas: Ich würde jedem empfehlen, zumindest einmal an den CrossFit Open teilzunehmen. Es ist eine wirklich tolle Erfahrung. Max hat im Triller ein super Setting geschaffen, bei dem jedes Member so etwas wie Wettkampf-Feeling schnuppern darf. Außerdem feuern sich alle gegenseitig an. So ist jeder Samstag auch eine kleine Open Party

Michael: Traut euch! KOMPLETT EGAL, auf welchem Level ihr seid – ich verspreche euch, ihr werdet es nachher nicht bereuen, im Gegenteil: ihr werdet eine echt coole Zeit mit wirklich netten Menschen haben (vielleicht mit leichtem Tinnitus vom Anfeuern).

 

9.) Was ist dein Ziel nächstes Jahr?

Sophie: Meine Ziele haben sich nicht geändert: Irgendwann alles rx machen. Heuer hab ich zwar alle Workouts rx gemacht, aber irgendwo war immer Schluss. So ein Bar Muscle Up wär schon irgendwann fein. Das Geile ist ja: Das kann man machen bis man 70 ist 🙂 

Demnach: Weiter trainieren, Spaß haben und immer darauf besinnen, warum ich das tue. Find your why 🙂 Ich hab im CrossFit meine große Liebe gefunden und das liegt vor allem auch an der Community, die es einem leicht macht, es zu lieben. 

Thomas: Das Jahr 2022 ist noch nicht vorbei. Daher habe ich aktuell noch die Age-Group Quarterfinals vor mir und die Vorbereitung auf die Staatsmeisterschaft im olympischen Gewichtheben. 

Michael: Mein Ziel ist natürlich, jedes Jahr besser zu werden und besser abzuschneiden als das Jahr zuvor. Ich habe mir noch keine konkreten Ziele gesetzt, fände es aber gut, alle Workouts in der Rxd Klasse machen zu können. Da weiß ich allerdings, dass mir noch einiges an Kraft und Kondition fehlt. Nächstes Jahr ist außerdem mein letztes Jahr als Nicht-Masters Athlet – 2024 würde ich gerne in der Masters Szene in Österreich einen Platz auf der ersten Seite der Ergebnisliste haben.

 

crossfit open leaderboard michael gruber

Über die Member

Michael 

Michael Gruber, 33 (ouch), Industryexperte bei einem IT Unternehmen, CrossFit Mitglied seit 2018 – fokussiert auf CF seit 2020, Mitglied im CrossFit ARCH (#ArchCrewBestCrew)

Ich habe letztes Jahr die Equipment free version der CFOpen gemacht – heuer war meine erste „echte“ Teilnahme an den CrossFit Open.

Level: ich würde meine Crossfit-Künste so beschreiben, dass ich alle üblichen CrossFit Movements kann, allerdings noch weit davon entfernt bin sie auch sinnvoll in anstrengenden Workouts performen zu können, d.h.: ich kann vl einen RingMuscleUp wenn ich relaxed an den Ringen hänge, wenn ich jedoch in einem Workout 10 RMUs machen soll und da schon einen Puls von 150 habe sieht die Sache anders aus.

michael crossfit open 2022 recap
michael crossfit open teilnahme 2022 komplett fertig

Sophie

Mein Name ist Sophie, ich bin 36 Jahre alt und damit schon ein Master Athlete. Mein Beruf ist Growth Marketerin und mache seit knapp 4 Jahren CrossFit im Town Wall beim Thomas im 1. Bezirk Wiens. Ich hab aber auch öfters mal Ausflüge in den 19. oder den 2. Bezirk unternommen, wie man sieht 😉

sophie und crew bei den crossfit open 2022 im crossfit viertel zwei
Foto: Stefan Csáky
sophie crossfit open recap 2022
Foto: Stefan Csáky

Thomas

Mein Name ist Thomas Neuhold. Ich bin 40 Jahre alt, 175 cm groß und wiege 81kg. Ich bin in Wien geboren und vom Sternzeichen Schütze. Ich betreibe CrossFit seit 2014 und das von Beginn an im Triller CrossFit. Heuer habe ich an meinen 7. CrossFit Open teilgenommen. Neben CrossFit schlägt mein Herz auch fürs olympische Gewichtheben.

thomas crossfit open box jumps
Dominik Stelzig

Dominik Stelzig

Dominik ist studierter Werbedesigner, Psychotherapiewissenschatler sowie Psychotherapeut. Seit über 10 Jahren ist er in Werbung und Marketing tätig mit Schwerpunkt auf Content Marketing, SEO, Text und Konzept. Zudem ist er Buchautor und hält Vorträge sowie laufend Workshops.
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Dominik ist studierter Werbedesigner, Psychotherapiewissenschatler sowie Psychotherapeut. Seit über 10 Jahren ist er in Werbung und Marketing tätig mit Schwerpunkt auf Content Marketing, SEO, Text und Konzept. Zudem ist er Buchautor und hält Vorträge sowie laufend Workshops.
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